Magdalena Maatkare „Jenseits von Afrika“
Im Rahmen der Ausstellung 2026 | Goldene Horizonte
Samstagsgespräch | Künstlergespräch
Geboren als Magdalena Emser (*1988) in Langenargen, studierte Magdalena in Paris, Lyon und an der UDK in Berlin. Über zwei Jahre lebte sie in Westafrika und hält seither intensive Kontakte zu Kunstschaffenden in Dakar und Abidjan. Sich den afrikanischen Künstlernamen „Maatkare“ zu geben, war der jungen Frau mehr als nur ein Verlangen, denn die „rothaarige Deutsche“ fühlt sich längst als Botschafterin der Kulturen und sagt Sätze wie „Was ich in Westafrika vor allem gelernt habe, ist, dass das Wichtigste im Leben das Leben selbst ist.“
In ihren Textil-Collagen aus afrikanischen Waxprint-Stoffen geht es der Künstlerin nicht nur um eine visuellen Bildbetrachtung, sondern Maatkare möchte einen energetischen Austausch zwischen den Menschen und den Kulturen anstoßen, welcher durch das Medium „Kunstwerk“ erfolgt. Ihre eigens für das Museum Langenargen entwickelten beiden Rauminstallationen gehören zu den absoluten Highlights der Jubiläumsausstellung.
Magdalena Maatkare will mit ihrer Kunst Vorurteile überwinden und zugleich neue Kräfte in uns freisetzen. Am Anfang steht immer die Freude an der Farbe, am Material und am Ornament, welche in den aufwändigen Kompositionen der Künstlerin ihre ansteckende Wirkung entfaltet.
Was ihre Idee für das Museum Langenargen war und wie die Umsetzung der Theorie in die Praxis erfolgte, erfahren wir im Gespräch.
Ein besonderer Blick auf das Leben
Farbige Stoffreste und schwimmende Sonnenblumen sind kunstvoll auf dem Museumstisch arrangiert. Die bunte Deko signalisiert, wohin das heutige Künstlerinnen-Gespräch im Museum Langenargen führt. Die in Langenargen geborene Magdalena Maatkare sprach mit Kuratorin Andrea Dreher über ihre künstlerische Arbeit, bei der farbige afrikanische Waxprint-Stoffe eine große Rollen spielen. Im Rahmen der Jubiläumsausstellung „Goldene Horizonte“ ist die Künstlerin mit einer eigens dafür kreierten Installation vertreten.
Afrika habe sie schon immer fasziniert, sagt Magdalena Maatkare: Mit 18 Jahren wollte sie das intensive Leben an der Elfenbeinkünste kennenlernen. Auch die Kleidung und die Lebenseinstellung der Menschen dort beeindruckte sie und prägte fortan nicht nur ihr künstlerisches Schaffen, sondern auch ihren Blick aufs Leben: „Was ich in Westafrika vor allem gelernt habe, ist, dass das Wichtigste im Leben das Leben selbst ist.“

Als Magdalena Emser in Langenargen aufgewachsen, studierte sie in Paris, Lyon und in Berlin. Über zwei Jahre lebte sie in Westafrika und hält seither intensive Kontakte zu Kunstschaffenden in Dakar und Abidjan. Und natürlich schätzt sie auch das Leben in ihrem Heimatort Langenargen. Sie komme immer wieder gerne an den Bodensee, weil sie auch hier eine besondere Atmosphäre spüre.



