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Geschichte des Museums

Eine Erfolgsgeschichte des Ehrenamts

In den 1970er Jahren sollte das barocke Pfarrhaus gegenüber der Kirche St. Martin einem Neubau weichen. Eine engagierte Bürgerinitiative verhinderte den Abriss – die Gemeinde kaufte das Gebäude, und aus der Rettung entstand eine neue Idee: Eduard Hindelang entwickelte das Konzept eines Museums im historischen Pfarrhaus. Ende 1975 gründete er mit 38 Mitstreitern den Museumsverein.

Mit großem Gemeinschaftsgeist wurde das Haus renoviert: Handwerker arbeiteten ohne Rechnung, viele Freiwillige leisteten Hunderte Stunden. Am 15. Mai 1976 öffnete das Museum seine Türen. Der erste Bestand entstand aus Schenkungen, Dauerleihgaben und frühen Ankäufen. Bereits 1977 erhielt das Museum den Hauptpreis des Landes Baden Württemberg im Wettbewerb „Kommunale Bürgeraktionen“.

Die Resonanz war groß: Mitglieder aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und sogar aus Amerika unterstützten das junge Haus. Die Sammlung wuchs kontinuierlich – durch Förderer, Schenkungen und eigene Erwerbungen, die bis heute das Herz des Museums bilden.

Es folgte eine über drei Jahrzehnte währende, äußerst erfolgreiche Entwicklungszeit unter Eduard Hindelang: zahlreiche Ausstellungen, Kataloge und Publikationen, solide Finanzen und eine stetig wachsende Mitgliedschaft prägten diese Ära.

Von 2012 bis 2018 leitete Dr. Angela Heilmann das Museum. Sie hatte das Haus bereits seit seinen frühen Jahren begleitet – als versierte Kuratorin zahlreicher Ausstellungen zu ganz unterschiedlichen Themen und als ausgewiesene Kennerin von Hans Purrmann und seinen Zeitgenossen. Nach ihrem frühen Tod führte PD Dr. Ralf M. Fischer das Museum bis Ende 2025 mit Kontinuität und fachlicher Kompetenz weiter. Beide Persönlichkeiten stehen für die erfolgreiche Weiterentwicklung des Hauses in einer Phase des Wandels.