Dorothee Schraube-Löffler „Schweigen ist Gold“
Im Rahmen der Ausstellung 2026 | Goldene Horizonte
Samstagsgespräch | Künstlergespräch
„Gold ist immer ein besonders anspruchsvoller Lichtträger, denn die Lichtwirkung ist mir ganz wichtig“, sagt die Künstlerin Dorothee Schraube-Löffler (*1931). Sie hat an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei Harni Ruland Textildesign und bei Willi Baumeister Malerei studiert und gehörte zur Stuttgarter Kunstszene der Nachkriegszeit. Als Stipendiatin verbrachte sie das Jahr 1953 in Paris an der Academie des „Beaux Arts“. Darauf folgten Jahre der Familiengründung, des freien künstlerischen Arbeitens im Atelier und der jahrzehntelangen Arbeit mit Behinderten.
Im Gespräch erfahren wir, seit wann sie mit neuen Materialien arbeitete und warum das goldene Quadrat eine zentrale Rolle im Werk der Künstlerin einnimmt.
Eine Künstlerin vergoldet ihre Kunstwerke
Wer mit Gold handelt, muss besonders sensibel und aufmerksam sein. Und wer das edle Metall verarbeitet, sollte eine ruhige Hand haben und viel Geduld mitbringen. Die Künstlerin Dorothee Schraube-Löffler aus Baienfurt hält von klassischem Goldschmuck und dem Gold-Handel eher weniger, wie sie im gut besuchten Künstlergespräch im Museum Langenargen gerne zugibt. Sie kreiert aus dem gelblich glänzenden und relativ weichen Edelmetall viel lieber Kunstwerke, die am liebsten im quadratischen Format entstehen.
Als Grundlage für ihre Werke nimmt sie Papier oder Karton, „auch Pflanzen vergolde ich sehr gerne“, erzählt sie im Gespräch mit der Kuratorin des Langenargener Museums, Andrea Dreher. „Ich freue mich, wenn meine Werke im Sonnenlicht strahlen und leuchten“.
Davon können sich Kunstinteressierte bei einem Besuch im Museum Langenargen überzeugen. Dort ist noch bis zum 1. November die Jubiläumsausstellung „Goldene Horizonte“ zu sehen, die anlässlich des 50. Geburtstags des Museums von Kuratorin Andrea Dreher gestaltet wurde. Die goldene Werke von Dorothee Schraube-Löffler haben das Museumsteam schließlich so inspiriert, dass daraus sogar die goldene 50 als Leitmotiv der gesamten Ausstellung entstanden ist.

