Barbara Reck-Irmler „Zwischen Kopf und Hand“

Im Rahmen der Ausstellung 2026 | Goldene Horizonte
Samstagsgespräch | Künstlergespräch
Barbara Reck-Irmler (*1965) lebt in Aulendorf, hat zunächst Germanistik und Politikwissenschaft studiert und danach 25 Jahre erfolgreich als Werbetexterin gearbeitet. In 2014 wagte sie den mutigen „Cut“ und lebt seither von der Kunst.
Die Arbeiten von Barbara Reck-Irmler siedeln am Schnittpunkt von Text und Textilie. Inhaltlich lotet sie das Bezogensein von uns Menschen in der Welt aus. Also die Beziehungen zu anderen Menschen, aber auch unser Bezogensein zur Bio- und Technosphäre. Was sie hier an Gefühltem, Durchlebtem und Durchlittenem vorfindet, wird in einem oft monatelangen Prozess auf ein Wort verdichtet.
An dieser Stelle materialisiert sich der ‚rote Faden‘ ihrer Arbeit, das Textile tritt auf. Für Reck-Irmler ist das Textile so etwas wie das Urmaterial für uns Menschen. Es wärmt, ziert und schützt uns. Diese, dem Material eingeschriebene Sinnlichkeit ist es, die ihre Wortbilder auflädt, mit Gefühlen anreichert, im besten Sinne des Wortes ‚umgarnt‘. Kurz: Text und Textilie fallen in eins.
Ihr Pronomen-Wandobjekt „ich du er sie es wir ihr sie“ hing als erstes zeitgenössisches Kunstwerk nach der Winterpause in unserer Jubiläumsausstellung und bringt den Leitgedanken des Prälatensaals, das „WIR-Gefühl“, wunderbar auf den Punkt.
Im Gespräch wird die Künstlerin auch über ihre Erfahrungen als Autodidaktin und Quereinsteigerin erzählen und berichten, welche Text-Bilder aktuell in ihrem Atelier auf „Umgarnung“ warten.